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29.04.2020

Neujahrsempfang 2020 - Hoher Besuch und eine neue Chronik zum Jahresauftakt

Hoher Besuch und eine neue Chronik zum Jahresauftakt

Zum Neujahrsempfang in Priesendorf wohnten Staatsministerin Huml und Landrat Kalb der Vorstellung des 3. Teils der Priesendorfer Chronik bei

Wie es in der Gemeinde Priesendorf inzwischen eine langjährige Tradition ist, fand am 18. Januar der Neujahrsempfang der politischen Gemeinde statt. Dass zu diesem Anlass der Saal des Gasthauses Schrüfer fast bis auf den letzten Platz gefüllt war, lag zum einen sicher daran, dass prominente Ehrengäste ihre Teilnahme zugesagt hatten: Neben Staatsministerin Melanie Huml war auch der Landrat Johann Kalb zu Gast in Priesendorf. Darüber hinaus wurde von der Priesendorfer Bevölkerung aber auch die offizielle Vorstellung des dritten Bandes der Ortschronik mit Spannung erwartet.

In ihrem Grußwort betonte Bürgermeisterin Maria Beck, dass das gesellschaftliche Leben in einer so kleinen Gemeinde wie Priesendorf maßgeblich von der Bereitschaft einzelner abhängt, sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl zu engagieren. An derart motivierten Bürgern bestehe in Priesendorf und Neuhausen kein Mangel, wofür Frau Beck sich ausdrücklich bedankte. Mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl lobte sie vor allem auch die Bereitschaft aller Kandidaten, die im Gemeinderat oder gar als Bürgermeister politische Verantwortung übernehmen wollen.

In ihrer kurzen Ansprache warf Staatsministerin Huml ein ähnliches Licht auf die Gemeinde Priesendorf: Sie sei hier immer gern zu Gast und sie kenne die Priesendorfer als engagierte Leute, mit denen sich immer gut zusammenarbeiten, aber auch gut feiern lässt. Gerade in kleinen Gemeinden, so Ministerin Huml, komme es darauf an, dass die Bürgerinnen und Bürger aufeinander achten, dass sie schauen, wie es ihren Nachbarn geht und dass sie gegebenenfalls füreinander einspringen. Sie selbst als Ministerin sehe ihre Aufgabe darin, die Versorgung der ländlichen Gebiete mit Hausärzten, Fachärzten, Hebammen und Pflegekräften zu verbessern. Rückblickend auf ihren Besuch bei der Grundschulklasse 3a in Priesendorf versprach Sie, sich für die dringend notwendige Renovierung der Schule einzusetzen.

Auch Landrat Johannes Kalb begrüßte die priesendorfer Gäste persönlich, indem er augenzwinkernd zu verstehen gab, dass sowohl er als auch Frau Huml eigentlich auf der grünen Woche in Berlin hätten erscheinen sollen, aber Priesendorf sei eben das attraktivere Ziel gewesen. Herr Kalb bemerkte, dass ihm vielerorts trotz hoher Lebensqualität eine gewisse Unzufriedenheit entgegenschlage und hob lobend hervor, dass dies in Priesendorf aber nie so sei. Wie schon seine Vorrednerin Melanie Huml bedankte Herr Kalb sich bei der scheidenden Bürgermeisterin Beck für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren, in denen ein tragfähiges Fundament für die Arbeit der Nachfolger gelegt worden sei.

Ein Höhepunkt des Empfangs war sicher die Vorstellung des dritten Bands der Ortschronik von Priesendorf, in dem es um die „Geschichte der Pfarrei St. Bartholomäus“ geht. Genau wie die ersten beiden Bände wurde auch dieser dritte Teil der Chronik von Dr. Joachim Andraschke und dem priesendorfer Ehrenbürger Willi Tröster gemeinsam verfasst. Dabei hat der Historiker Andraschke den ersten Teil – von Beginn der Christianisierung bis zur Gründung der Pfarrei im Jahr 1756 – geschrieben, während Herr Tröster die Geschichte der Pfarrei von diesem Zeitpunkt an weitererzählte. Die intensive Forschungsarbeit der beiden in zahlreichen Archiven trug reiche Frucht, sodass der reich bebilderte dritte Band der Chronik gute 480 Seiten umfasst. Über den Inhalt ließen die beiden Autoren an diesem Abend nicht allzu viel verlauten, nur wenige Informationen sollten die Gäste auf das Lesen des Bandes neugierig machen: So wurde erzählt, dass bereits für 1422 eine erste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Priesendorf nachgewiesen ist, oder dass die Marienkapelle über sehr lange Zeit hinweg Ziel verschiedener Wallfahrten war. Auch Anekdoten aus dem alltäglichen Leben der Priesendorfer sind in der neuen Chronik dokumentiert: So z.B. ein regelrechter Kleinkrieg zwischen einem Pfarrer und seiner vom Ortsvorsteher angeführten Gemeinde, ein Bierboykott, der die umliegenden Wirte zwang eine Preiserhöhung zurückzunehmen oder Berichte über tumultartige Zustände im Rahmen eines Kirchweihfestes, die am königlichen Landgericht zu Bamberg aktenkundig geworden sind.

Die Arbeit, die das Schreiben und Veröffentlichen einer solchen Chronik macht, wurde im Rahmen des Neujahrsempfangs ausdrücklich gewürdigt: Nicht nur die beiden Autoren haben hunderte Arbeitsstunden investiert, sondern auch Frau Inge Tröster, die sämtliche Texte erfasst, das Layout mitgestaltet und sich allgemein um redaktionelle Arbeiten gekümmert hat, hat sich große Verdienste um die Ortschronik erworben. Aus diesem Grund und weil sie sich schon seit über 40 Jahren ehrenamtlich um die Pflege der Marienkapelle kümmert, wurde sie an diesem Abend mit einer Ehrenurkunde der Gemeinde Priesendorf ausgezeichnet. Ein besonders herzliches Dankeschön ging auch an den Besitzer der örtlichen Druckerei, Andreas Safner, der auch diesen dritten Band der Chronik unentgeltlich gedruckt hatte.

Der festliche Rahmen des Neujahrsempfangs wurde genutzt, um noch weitere Bürger zu ehren, die durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit das Gemeindeleben bereichert haben. Exemplarisch sei hier Herr Roland Oberle erwähnt, der im Rahmen der Nachbarschaftshilfe „Helfende Hände“ den Gemeindebus fährt und wartet. In seiner Eigenschaft als Seniorenbeauftragter unterstützt er zahlreiche ältere Bürgerinnen und Bürger – nicht nur durch Fahrdienste – und ermöglicht es auf diese Weise, dass auch solche Senioren in dieser Gemeinde ein selbstbestimmtes Leben führen können, die nicht von eigenen Angehörigen unterstützt werden. Außerdem wurde der gesamte Musikverein Priesendorf geehrt, weil er durch seine herausragenden musikalischen Leistungen die Gemeinde weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt gemacht hat.

Auch die beiden jüngsten zu Ehrenden gehören dem Musikverein an: Mara und Lina Sperber stiegen im Solo-Duo-Wettbewerb „Concertino“ des Bayerischen Blasmusikverbandes mit „ausgezeichnetem Erfolg“ bis zum Landesentscheid auf. Ihr Einsatz für Kinder und Jugendliche brachte Ulrike Burger eine Ehrung ein: Sie betreute die Jugendgruppe des Obst- und Gartenbauvereins Priesendorf, die „Frechen Früchtchen“, seit der Gründung im Jahr 2009 zehn Jahre lang. Dabei wuchs die Gruppe von damals 29 auf 121 Kinder und Jugendliche im letzten Jahr. Auch Herr Wilfred Altstadt wurde für sein Engagement für Kinder ausgezeichnet. Allerdings war es in seinem Fall sein vorbildlicher Dienst als Hausmeister in der Kita St. Anna, den er zehn Jahre lang weit über das übliche Maß hinaus versah.

Zwar hofft jeder, dass er die Dienste der freiwilligen Feuerwehren nie brauchen wird, aber jeder ist sehr froh, dass es Menschen gibt, die im Fall eines Notfalls schnell vor Ort sind. Für ihre Dienste an der Allgemeinheit wurden Johanna Steinhäuser von der FFW Priesendorf sowie Roland Söder, Eduard Köhler, Karl-Heinz Zöcklein und Manfred Schrenker von der FFW Neuhausen ausgezeichnet.

Das Leben in einer kleinen Gemeinde wie Priesendorf gewinnt vor allem auch durch die Vereine an Facettenreichtum und Qualität. In Anerkennung dieser Tatsache wurden in diesem Jahr Monika Jungkunz und Matthias Bauer von Schützenverein Diana Neuhausen für besondere sportliche Leistungen geehrt. Für herausragende Leistungen in der Vereinsleitung wurden Anna Pickel, Christina Jungkunz und Marcel Coors ausgezeichnet.

Eine letzte Ehrung an diesem Abend kam für die Empfängerin völlig unerwartet: Im Namen der ganzen Gemeinde bedankte sich der zweite Bürgermeister Hans-Peter Prämaßing bei Bürgermeisterin Maria Beck für die hervorragende Arbeit in den vergangenen 12 Jahren. Frau Beck, deren Amtszeit am 31. März offiziell endet, nahm sichtlich gerührt Blumen und die stehenden Ovationen des versammelten Publikums entgegen.


24.04.2020

Weiter: Gemeinsam für unsere Region Bamberg!

Die Corona-Pandemie fordert die Region Bamberg in besonderer Weise heraus. In dieser Situation verspüren wir eine großartige Hilfsbereitschaft und einen unglaublichen Zusammenhalt. Diesen Schulterschluss wünschen wir, Landrat, Oberbürgermeister und alle 36 Bürgermeister/innen der Landkreisgemeinden uns auch für die in der Region tätigen und die Region prägenden Geschäfte im Einzelhandel, in Handwerk, Dienstleistung, Direktvermarktung und Gastronomie/Hotellerie.

Unsere Region wäre ohne diese Unternehmen nicht denkbar. Wir bitten Sie, alles zu tun, diese Geschäfte und Betriebe zu unterstützen, damit sie die Krise überstehen. Setzen Sie sich bitte mit den Betrieben in Verbindung. Kaufen Sie trotz etwaiger Einschränkungen dort ein. Unterstützen Sie diese Geschäfte durch den Kauf von Gutscheinen. Ermuntern Sie Familie, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen, es Ihnen gleichzutun.

Jeder Beitrag zählt und trägt dazu bei, unsere lebenswerte Region so liebenswert zu erhalten, wie wir sie kennen. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.

Ihr Andreas Starke, Oberbürgermeister und Johann Kalb, Landrat


23.04.2020

Wo Alltagsmasken verfügbar sind

Ab dem 27. April gilt bayernweit eine Maskenpflicht beim Einkaufen oder Fahrten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr. Stadt und Landkreis bieten eine vorläufige Liste mit Kontaktdaten von Privatleuten, Initiativen, Geschäften und Einrichtungen an, die Mund-Nasen-Schutz zum Verkauf oder gegen eine Spende anbieten. Grundlage für diese Liste ist eine Umfrage in den sozialen Netzwerken.

Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird stetig aktualisiert. Wer sich noch eintragen lassen möchte, schreibt bitte eine E-Mail an presse@stadt.bamberg mit seinen Kontaktdaten und dem Betreff „Anlaufstelle Alltagsmasken“.

Die Liste wird auf der Internetseite www.stadt.bamberg.de/alltagsmasken und auf Facebook und Instagram veröffentlicht.


17.04.2020

Priesendorf, 3. Gemeinderatssitzung am Donnerstag, den 23. April 2020

Am Donnerstag, den 23. April 2020 findet im Sitzungssaal des Gemeindezentrums in Priesendorf die 3. Gemeinderatssitzung statt.
Beginn: 19.00 Uhr


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