Kommunale Denkmalkonzept (KDK) Lisberg

Gefördert durch den Freistaat Bayern beschäftigt sich die Gemeinde Lisberg mit den historischen Erbe des Ortsteils Lisberg. Hierzu wird in einem Kommunalen Denkmalkonzept (KDK) in Absprache mit der unteren Denkmalschutzbehörde ein Konzept auf drei Ebenen erstellt:

Modul 1 umfasst den Denkmalpflegerischen Erhebungsbogen aus den Voruntersucherungen zur Dorferneuerung Lisberg (2013) und die Ergänzungen (2021). Die Ergebnisse wurden in einem Ortsrundgang vorgestellt.

Modul 2 ist gerade in Bearbeitung (2022).

„Zielsetzung eines Kommunalen Denkmalkonzeptes (KDK) ist es, jeder Kommune eine individuell auf sie zugeschnittene Planungs-, Förderungs- und Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, mit der sie ihre Identität und Geschichte zu einem förderlichen Teil ihrer Zukunft machen kann.“ aus: Das Kommunale Denkmalkonzept. Den historischen Ortskern gemeinsam gestalten und entwickeln, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, 2017

Das erste Ergebnis des Kommunalen Denkmalkonzeptes ist, dass Lisberg kein typisches fränkisches, reichsritterschaftliches Dorf ist, sondern durch seine drei Ortsteile - Burg, Weiler, Plansiedlung - einen unverwechselbaren Charakter besitzt. Diese unterschiedlich geprägten Gefüge bestehen aus der Burg und ihrem Vorfeld
(Oberlisberg), der Plansiedlung als Straßendorf (Mittellisberg) und dem Weiler als Haufendorf (Unterlisberg). Noch heute können die Strukturen deutlich abgelesen werden, dies bildet ein (städte-)bauliches Potenzial, das es zu bewahren und behutsam weiterzuentwickeln gilt.

Modul 3 wird bearbeitet, sobald Modul 2 beendet ist.

 

Allgemeines

Nähere Informationen stellt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (pdf-Verlinkung) bereit.

Zusammen mit dem Büro Schlicht & Lamprecht, Schweinfurt erarbeitete die Gemeinde Lisberg das kommunale Denkmalkonzept.

Der wichtigste Leitsatz des KDKs lautet „Bewahren durch Erklären und Unterstützen“. Es soll den Gemeinden ermöglichen, Denkmalschutz und Denkmalpflege systematisch, selbstständig und zielorientiert anzugehen. Dabei soll das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für die historischen, baulichen und städtebaulichen Werte ihrer Gemeinde gestärkt werden. Die Gemeinde wiederum soll der steuernde Akteur in Bezug auf die Erhaltung und Weiterentwicklung der Denkmalwerte werden und so soll auch das Prinzip „präventive Denkmalpflege“ gestärkt und ein neuer Weg zur denkmalgerechten Stadt- oder Ortsentwicklung aufgezeigt werden. Das KDK soll den Umgang mit historischen Ortskernen oder anderen historisch geprägten Bereichen erleichtern und einen Beitrag zu einer Stadt- und Ortsentwicklung leisten, der vor allem die lokalen Denkmalwerte und die geschichtlich bedingten Qualitäten im Auge hat. Die „historische DNA“ eines Ortes soll ermittelt und weiterentwickelt werden und so auf der Basis der eigenen Identität Planungsansätze für die Zukunft liefern. Das ist die bestmögliche Weise, Zukunft mit Gegenwart und Vergangenheit zu verbinden, oder anders ausgedrückt: Ohne die eigene Vergangenheit zu kennen, ist eine sinnvolle Zukunft nicht möglich. Im Unterschied zu den vorbereitenden Untersuchungen der Städtebauförderung geht es also nicht allein darum, städtebauliche Missstände aufzudecken und diese beseitigen zu helfen, sondern zunächst das Besondere, das Gewachsene und das Typische eines Ortes – eben seine Seele – zu ermitteln. Auf dieser Basis können schließlich Leitlinien für eine auf der „historischen DNA“ basierende künftige Entwicklung des Ortes aufgezeigt werden.

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