Lage und Geschichte

Die Gemeinde Priesendorf (Ofr) liegt an der Grenze zwischen Ober- und Unterfranken und den Landkreisen Bamberg und Haßberge im Naturpark Steigerwald. Zur Gemeinde gehört auch die ehemals selbständige Gemeinde Neuhausen. In reizvoller Landschaft des Aurachtales, umgeben von herrlichen Wäldern, wurde auch hier ein Strukturwandel vollzogen. Während in früherer Zeit der Haupterwerb die Landwirtschaft war, ergänzt durch Beerenpflücken, Besenbinden und Fröschefangen, welche auf Märkten verkauft wurden. (Aus dieser Zeit stammt auch noch der Spitzname der Priesendorfer "Die Fröscher").

Dass die Priesendorfer Humor verstehen, beweisen sie durch die Errichtung eines "Froschbrunnens" neben der Wallfahrtskapelle. Die Pfarrkirche aus rohen Kalksteinen mit ihrem trotzigen Turm ist sehenswert und wurde 1931 gebaut. Heute werden auch noch Märkte von Priesendorfern Gärtnern, bis weit über die Landkreisgrenze hinaus, besucht. Inzwischen ist das Hauptverkaufsprodukt Blumen, Christbäume zu Weihnachten.

Früher war das Gebiet vermutlich einmal von Slawen besiedelt, was auch aus dem Ortsnamen hervorgehen könnte. „Brysen" ist das slawische Wort für Birke, und die muss es damals in den Flußregionen auch schon sehr zahlreich gegeben haben. Zeugen der frühen Besiedlung sind auch die Hügelgräber, die man in der Nähe von Priesendorf findet, einerseits in Richtung Lembach, andererseits in Richtung Trunstadt.

Durch die Ansiedlung der Firmen Bleyer Druck, Kübrich Ingenieurgesellschaft, Safner Druck, Gärtnerei Renner, Wohnfurter Grün-Produkte und Service, Pickel Holzbau, Zimmerei-Holzbau Metzner, u.a. wurden zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen (genannt sind die "größten" Arbeitgeber der Gemeinde).

Eine neue Kindertagesstätte, eine sanierte Schule, eine Turnhalle, geben der Gemeinde Zukunft. An schönen Südhängen sind große Baugebiete ausgewiesen, die eine Vergrößerung der Gemeinde ermöglichen.

 

Der Ort

Priesendorf ist von seiner Anlage her als Straßendorf konzipiert, wenngleich heute die Bebauung auch die Hügel des Ortsgebietes erfaßt hat. Dominierend im Ortsbild ist die Pfarrkirche St. Bartholomäus. Entstanden ist sie in den dreißiger Jahren und steht wie eine Burg inmitten des Ortes. Interessant ist die Architektur: ein wuchtiger, über Eck gestellter Turm, gekrönt von einem Faltdach. Im inneren bestimmt ein weiter Chorbogen das geräumige Kirchenschiff. Die Kombination alter und neuer Kunstwerke vermitteln im Kirchenraum einen ausgewogenen Gesamteindruck. Eine alte Grabplatte an der nördlichen Außenwand der Kirche erinnert an die Schönbornzeit: der Stifter des ersten Kirchenbaus, ein Jäger Gregel, fand hier sein Grab. Aus dem 18. Jahrhundert stammt die Marienkapelle mit dem Wallfahrtsbild: die thronende Muttergottes (15. Jahrhundert). Von einer Abendmahlgruppe blieb nur die Christusbüste übrig, als deren Schöpfer Hans Nußbaum gilt. Unverkennbar ist der Einfluß Dürers!

Eine kleine Wappenkunde

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