Geschichte und historische Informationen

Lisberg und Trabelsdorf blicken auf eine lange Geschichte zurück, die jahrhundertelang untrennbar miteinander verbunden war. Erstmals wurde Lisberg als Elieceberg im Jahre 820 erwähnt. Doch es ist anzunehmen, daß Trabelsdorf älter ist.

Funde in der Nähe Trabelsdorfs deuten daraufhin, dass schon in der Steinzeit unsere Gegend besiedelt oder zumindest gestreift worden war. Gefundene Metallgegenstände aus der Latenezeit, der späteren Eisenzeit (ca. 500 Jahre vor Chr.), lassen ebenfalls eine frühere Besiedlung vermuten. Als sicher gilt jedoch, dass die Frankenkönige in unserer Gegend die Besiedlung vorangetrieben haben, um ein Bollwerk gegen die slavischen Übergriffe aufzubauen. Neben den Siedlungen an Main und Regnitz entstanden auch Niederlassungen im Aurach-, Ebrach- und Aischtal.

Dass Trabelsdorf älter als Lisberg sein soll, deutet man aus den Fundstätten und aus dem Ortsnamen. Denn Siedlungen die auf "-dorf" oder "-bach" enden, sind in der Regel älter als die auf "-berg" oder "-feld". Ist dem Grundwort, "-dorf" noch ein Name vorgestellt, so schließt man auf eine fränkische Besiedlung. So dürfte also Trabelsdorf, als das "Dorf des Tragebold", wie es in einer Schenkungsurkunde des Klosters Michaelsberg genannt wurde, schon vor Lisberg bestanden haben.

Die erste urkundliche Nennung Trabelsdorfs taucht in der schon erwähnten Aufzeichnung des Klosters Michaelsberg auf. Daraus geht hervor, dass Graf Berthold Berhtheim sein Landgut bei Trageboldesdorf zur Zeit Bischofs Otto I. d. Hl. (1102 - 1139) dem Kloster schenkte. Genaueres erfahren wir 1150, als Trabelsdorf und Lisberg in den Besitz der Herren von Thinnfeld (auch Thüngfeld genannt) kamen. Diese Herren nannten sich in der Folgezeit Edle von Lisberg. Ihr Wappen änderten sie aber nicht. Ihre Oberherren waren die Gaugrafen von Babenberg und später die Grafen von Schlüsselberg.

Im 13. Jahrhundert, während der kaiserlosen, schrecklichen Zeit übertrug Konrad von Lisberg (1279) seinen Besitz in Trabelsdorf und Lisberg (ohne die Burg) dem Hochstift Würzburg. Vom Bischof von Würzburg nahm er dann seine Besitzungen wieder zu Lehen. Damit gewann er einen starken Beschützer, denn im Lande herrschte große Unsicherheit und nur mächtige Herren konnten Schutz gewähren.

Nach dem Tode Konrads von Lisberg wurden Friedrich und Christoph von Liebesberg im Jahre 1312 mit den Gütern Trabelsdorf, Lisberg, Walsdorf, Priesendorf, Neuhausen, Triefenbach und Zettelsdorf belehnt. Die Burg Lisberg blieb eigener Besitz der Herren von Lisberg. Ungefähr 50 Jahre später übertrug Georg von Lisberg auch noch seine Burg an den Marktgrafen von Ansbach-Brandenburg. So hatte Lisberg zwei Lehensherren. Damit war die Aufsplitterung der großen Burg Lisberg vollzogen, die in der Folge nie mehr überwunden werden konnte - und auch noch heute fortbesteht. Diese Aufteilung hatte im Laufe der folgenden Jahrhunderte, vor allem in den großen Kriegen, bedeutsame Folgen. Neben der Familie von Lisberg treten seit dem Ende des 14. Jahrhunderts auch noch andere fränkische Familien in Lisberg und Trabelsdorf auf, so die Familien von Herbilstadt, von Schaumberg, von Laufenholz, von Milz u.a..

Burg Lisberg digital für alle

Das Kultur Forum Bamberger Land macht ein historisches Werk einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. 1837 hatte der Bamberger Joseph Heller das Buch herausgebracht. Das Buch "Der Burg Lisberg in Franken Beschreibung und Geschichte" steht ab sofort auf der Webseite des Kultur Forums im Bereich "Buchvorstellungen" zum kostenlosen Download zur Verfügung:

Wappenkunde

Informationen über unser Wappen finden Sie beim Haus der Bayerischen Geschichte:

nach oben ▲